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Illustration: Frau mit Hühnern

Kostenlose Weihnachtskarten zum Ausdrucken

Papier, Motive ohne Zeichentalent und der richtige Zeitpunkt zum Losschicken.

Eine selbst gemachte Weihnachtskarte fällt zwischen den gekauften sofort auf. Hier steht, welches Format sich lohnt, welches Papier durch den Drucker geht, wie du mit Schablone, Stempel oder Transparentpapier ein weihnachtliches Motiv hinbekommst und wann du losschicken solltest, damit die Karte nicht erst nach dem Fest ankommt.

Wenn du mehrere Karten brauchst, lohnt sich ein Ablauf statt lauter Einzelstücke: erst alle Rohlinge falten, dann alle Motive, dann alle Texte. Das geht schneller, und die Karten sehen am Ende aus wie eine Serie.

Format, Papier und Druck

Wie bei jeder Karte gilt: Ein A4-Blatt gefaltet ergibt A5, ein A5-Blatt ergibt A6. Für Weihnachtspost ist A6 das praktische Format, weil es in die gängigen Umschläge passt und sich gut stapeln lässt, wenn du zehn Stück verschickst.

Beim Papier bleibst du zwischen 200 und 300 g/m². Für Weihnachten wirken gedeckte Töne besser als reines Weiß: Naturweiß, ein warmes Cremeweiß oder ein dunkler Karton, auf dem ein helles Motiv leuchtet. Prüf vorher, welches Papiergewicht dein Drucker verarbeitet, und leg dickes Papier einzeln ein statt als Stapel.

Im Druckdialog stellst du „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ ein, sonst verschiebt sich der Falz um ein paar Millimeter. Vorder- und Rückseite druckst du am besten nacheinander von Hand, weil der automatische Duplexdruck mit Kartonpapier oft nicht zurechtkommt. Und mach den ersten Durchlauf auf normalem Papier, bevor du den guten Karton einlegst.

Einfache Motive, die nach Weihnachten aussehen

Weihnachtsmotive sind dankbar, weil schon die einfachsten Formen sofort erkannt werden: Tannenbaum, Stern, Kerze, Schneeflocke, Kugel. Du brauchst kein Zeichentalent, nur eine gerade Kante.

Die schnellste Variante ist der Baum aus Dreiecken: drei Dreiecke in abnehmender Größe ausschneiden, versetzt übereinander aufkleben, darunter ein schmaler Streifen als Stamm. Ebenso einfach ist der Streifen quer über die Karte, ein Band gemustertes Papier mit einem einzelnen Stern darauf.

Sterne und Schneeflocken gehen mit einer Schablone: Form aus festem Papier ausschneiden, auf die Karte legen, Farbe mit einem Schwämmchen von außen nach innen tupfen, Schablone senkrecht abheben. Mit einem Stempel arbeitest du wie sonst auch, einmal auf einem Probeblatt abdrücken, dann gerade herunter und gerade wieder hoch.

Transparentpapier ist der Trick für Kerzen und Fenster: Du schneidest ein Fenster in die Vorderseite und klebst Transparentpapier von innen dahinter. Gegen das Licht gehalten wirkt die Karte, als würde hinter dem Fenster etwas leuchten.

Was du in die Weihnachtskarte schreibst

Weihnachtspost geht oft an Menschen, von denen man das ganze Jahr wenig hört. Deshalb funktioniert hier besonders gut, was sonst auch gilt: ein Spruch als Aufhänger, zwei Sätze, die zeigen, dass du an die Person gedacht hast, und ein Gruß. Ein einziger konkreter Satz über das vergangene Jahr wiegt mehr als drei Zeilen allgemeine Wünsche.

Wenn die Karte lustig werden soll, hol dir den Einstieg aus den Sammlungen: die 30 lustigsten Gartensprüche für alle, die den Winter nur als Wartezeit bis zum Frühling sehen, die 30 schönsten Blumensprüche für eine Karte, die ohne Tannengrün auskommt, und wenn im Dezember auch noch ein runder Geburtstag ansteht, lustige Sprüche für Frauen ab 50 oder lustige Sprüche für Männer ab 60.

Wann du die Karten losschicken solltest

Plan von hinten: Die Karte soll ankommen, bevor beim Empfänger die Weihnachtsvorbereitungen losgehen, nicht am Heiligabend. Ein guter Anhaltspunkt ist, rechtzeitig vor dem zweiten Advent im Briefkasten zu liegen. Dann landet sie in einer Woche, in der sie noch gelesen und aufgestellt wird.

In den Wochen vor Weihnachten ist im Postbetrieb deutlich mehr los als sonst, die Laufzeiten können länger sein als gewohnt. Für Karten ins Ausland rechnest du noch einmal spürbar mehr Zeit ein. Die genauen Annahmeschlusstermine und die Preise schaust du kurz vorher bei deinem Postanbieter nach, sie ändern sich jedes Jahr.

Wenn du mehrere Karten verschickst, schreib dir die Adressen vorher auf eine Liste und beschrifte alle Umschläge in einem Durchgang. Das ist der Punkt, an dem Weihnachtspost sonst liegen bleibt: nicht beim Basteln, sondern beim Adressieren.

Wenn du viele Karten auf einmal brauchst

Bau die Karten in Durchgängen: alle Rohlinge zuschneiden und falten, dann alle Motive kleben, dann alle Texte schreiben, dann alle Umschläge. Jeder Wechsel zwischen Schere, Kleber und Stift kostet Zeit, und die Karten werden untereinander ungleich, wenn du jede einzeln fertigstellst.

Halt das Motiv dabei bewusst einfach. Drei Dreiecke und ein Stamm, zehnmal sauber ausgeführt, sehen besser aus als zehn verschiedene Versuche. Den Unterschied machst du im Text, und der darf bei jeder Karte ein anderer sein.

Häufige Fragen

Welches Papier eignet sich für selbst gedruckte Weihnachtskarten?

Karton zwischen 200 und 300 g/m², gern in Naturweiß oder einem gedeckten Ton statt in reinem Weiß. Prüf vorher im Handbuch, welches Papiergewicht dein Drucker verarbeitet, und leg die Blätter einzeln ein statt als Stapel.

Wann sollte man Weihnachtskarten verschicken?

So, dass sie rechtzeitig vor dem zweiten Advent im Briefkasten liegen. Dann wird die Karte noch gelesen und aufgestellt. In den Wochen vor Weihnachten sind die Laufzeiten oft länger als gewohnt, für Post ins Ausland planst du deutlich mehr Zeit ein.

Wie bekomme ich ein weihnachtliches Motiv ohne Zeichnen hin?

Mit geometrischen Formen aus Buntpapier, zum Beispiel drei Dreiecken als Tannenbaum, oder mit Schablone und Stempel für Sterne und Schneeflocken. Ein Fenster mit Transparentpapier dahinter wirkt, als würde die Karte von innen leuchten.