Eine selbst gemachte Grußkarte kostet fast nichts und wirkt trotzdem mehr als jede gekaufte. Auf dieser Seite steht Schritt für Schritt, wie du eine Karte faltest, welches Papier durch deinen Drucker geht und mit welchen Einstellungen das Motiv nicht verrutscht. Den Text dafür holst du dir aus den Spruchsammlungen hier auf der Seite.
Plane die Karte von hinten nach vorn: Erst überlegst du, was drinstehen soll, dann wählst du das Format. Ein langer Glückwunsch braucht eine Klappkarte, ein einzelner guter Satz kommt auf einer kleinen Karte besser zur Geltung.
Das richtige Format: A4 wird A5, A5 wird A6
Eine Klappkarte entsteht durch eine einzige Faltung. Ein A4-Blatt quer gefaltet ergibt eine Karte in A5, ein A5-Blatt gefaltet ergibt A6, also das klassische Postkartenformat. Mehr Formate brauchst du nicht, und für beide bekommst du überall passende Briefumschläge.
A5 ist die großzügige Variante: viel Platz für ein Motiv vorn und einen längeren Text innen. A6 ist die Karte, die schnell geschrieben ist und trotzdem etwas hermacht. Wenn du unsicher bist, nimm A6. Eine kleine, gut gefüllte Karte wirkt besser als eine große mit drei Zeilen in der Mitte.
Welches Papier du nimmst
Normales Druckerpapier ist zu dünn: Es knickt, statt zu falten, und die Karte steht nicht. Für Karten nimmst du Papier zwischen 200 und 300 g/m². Ab etwa 200 g/m² bleibt die Karte von allein stehen, bei 300 g/m² wird sie richtig fest.
Entscheidend ist, was dein Drucker verträgt. Viele Geräte kommen mit 300 g/m² nicht mehr klar oder ziehen das Blatt schief ein. Schau im Handbuch nach dem angegebenen Papiergewicht und leg dickes Papier einzeln ein statt als Stapel. Gibt es an deinem Drucker einen hinteren Einzug oder einen geraden Papierweg, nutz ihn: Je weniger das Blatt im Gerät gebogen wird, desto sauberer kommt es heraus.
Druckeinstellungen, die das Motiv nicht verschieben
Die wichtigste Einstellung heißt „Tatsächliche Größe“ oder „100 %“. Steht dort „An Seite anpassen“, verkleinert der Drucker das Motiv um ein paar Millimeter, und schon sitzt der Falz nicht mehr in der Mitte. Stell außerdem das richtige Papierformat ein, sonst rechnet das Gerät mit einer Fläche, die es sich selbst ausdenkt.
Beidseitig druckst du am saubersten von Hand: erst die Vorderseite, dann das Blatt wenden und die Rückseite. Der automatische Duplexdruck ist für dünnes Papier gedacht und schafft Kartenpapier oft nicht. Denk außerdem daran, dass fast jeder Drucker einen schmalen Rand frei lässt. Ein Motiv, das bis an die Kante gehen soll, druckst du deshalb auf ein größeres Blatt und schneidest es danach zu.
Mach den ersten Druck immer auf normalem Papier. Daran siehst du in zehn Sekunden, ob die Ausrichtung stimmt, und sparst dir das gute Kartenpapier für den zweiten Versuch.
Sauber falzen und schneiden
Falte nie frei Hand. Leg ein Lineal an die Falzlinie und zieh mit der stumpfen Seite eines Buttermessers oder mit einem Falzbein einmal fest durch. Dann klappst du das Blatt um und streichst die Kante aus. Dickes Papier bricht sonst an der Faltung auf, und die Karte sieht gebraucht aus, bevor sie überhaupt verschickt wurde.
Zum Schneiden nimmst du Lineal und Cuttermesser statt einer Schere. Eine gerade Kante fällt sofort auf, eine leicht schiefe leider auch.
Was du in die Karte schreibst
Der Text ist der Teil, an dem die meisten hängen bleiben. Bewährt hat sich ein Aufbau in drei Schritten: oben ein Spruch als Aufhänger, darunter zwei eigene Sätze, die nur auf die beschenkte Person passen, am Ende ein kurzer Gruß. Der Spruch nimmt dir den Anfang ab, deine eigenen Zeilen machen die Karte persönlich.
Passende Zeilen findest du in den Sammlungen auf dieser Seite: die 30 schönsten Blumensprüche für eine Karte zum Muttertag oder als Dankeschön, die 30 lustigsten Gartensprüche für alle, die lieber im Beet als auf dem Sofa sitzen, und für runde Geburtstage lustige Sprüche für Frauen ab 50 oder lustige Sprüche für Männer ab 60.
Schreib den Text mit der Hand, auch wenn dir deine Schrift nicht gefällt. Eine handgeschriebene Zeile schlägt jede gedruckte. Wenn du Angst vor Fehlern hast, leg dir ein zweites Blatt zurecht und schreib einmal vor.
Drei Fehler, die man einer selbst gedruckten Karte ansieht
Die Karte steht nicht: Das Papier war zu dünn. Das Motiv sitzt schief: Der Drucker stand auf „An Seite anpassen“. Die Faltkante ist aufgerissen: Es wurde ohne Lineal gefaltet. Alle drei passieren beim ersten Versuch und keiner davon beim zweiten.
Rechne deshalb mit einem Probedurchlauf, bevor du fünf Karten am Stück druckst. Und schreib den Text erst, wenn die Karte fertig gefaltet und zugeschnitten ist. Andersherum hast du am Ende eine schöne Zeile auf einem Blatt, das du nicht mehr brauchen kannst.
Häufige Fragen
Welches Papiergewicht brauche ich für eine Grußkarte?
Zwischen 200 und 300 g/m². Ab 200 g/m² steht die Karte von allein, bei 300 g/m² wird sie richtig stabil. Prüf vorher im Handbuch deines Druckers, welches Papiergewicht er verarbeitet, und leg dicke Blätter einzeln ein.
Wie falte ich eine Karte, ohne dass das Papier bricht?
Zieh die Falzlinie vorher mit einem Lineal und der stumpfen Seite eines Messers oder mit einem Falzbein nach. Erst danach klappst du das Blatt um und streichst die Kante aus. Ohne diesen Schritt reißt dickes Papier an der Faltung auf.
Was schreibt man in eine selbst gemachte Grußkarte?
Einen Spruch als Aufhänger, darunter zwei persönliche Sätze, am Schluss einen kurzen Gruß. Den Aufhänger liefern dir die Spruchsammlungen auf dieser Seite, zum Beispiel die Blumensprüche für sanfte Anlässe oder die Gartensprüche für alle mit grünem Daumen.

