Eine Karte mit echten Blüten ist die einzige, die niemand wegwirft. Auf dieser Seite steht, wie du Blumen richtig presst und trocknest, wie du sie aufklebst, ohne dass sie bricht oder der Kleber durchscheint, und wie du mit Transparentpapier, Stempel oder Schablone ein Blumenmotiv hinbekommst, wenn gerade nichts blüht.
Der Teil, der am längsten dauert, ist das Trocknen. Wenn die Karte zu einem bestimmten Termin fertig sein soll, fängst du mit den Blüten an und bastelst den Rest, während sie beschwert liegen.
Blumen pressen und trocknen
Schneide die Blüten an einem trockenen Tag und am besten am späten Vormittag, wenn kein Tau mehr auf den Blättern liegt. Nasse Blüten schimmeln in der Presse. Nimm flache Blüten, die von selbst wenig Volumen haben: Stiefmütterchen, Gänseblümchen, einzelne Hortensienblüten, Blätter, Kräuterzweige. Dicke, fleischige Blütenköpfe werden beim Pressen braun. Von einer Rose nimmst du deshalb einzelne Blütenblätter statt der ganzen Blüte.
Zum Pressen legst du die Blüten zwischen zwei Lagen saugendes Papier, zum Beispiel Küchen- oder Zeitungspapier, und beschwerst alles mit Büchern. Ordne die Blüten dabei schon so an, wie sie später liegen sollen. Verbogen bekommst du sie nachher nicht mehr gerade. Wechsle das Papier nach ein bis zwei Tagen einmal, damit die Feuchtigkeit wirklich herauskommt.
Wie lange es dauert, hängt von der Blüte ab. Dünne Blätter sind nach wenigen Tagen fertig, dickere Blüten brauchen ein bis zwei Wochen. Die Blüte ist so weit, wenn sie beim Anfassen raschelt und sich nicht mehr kühl anfühlt. Solange sie biegsam ist, bleibt sie liegen.
Trockenblumen sauber aufkleben
Gepresste Blüten sind zerbrechlich. Heb sie mit einer Pinzette an, nie mit den Fingern an den Blütenblättern. Leg dir das Motiv erst komplett auf der Karte zurecht und markier die Positionen mit einem hellen Bleistiftpunkt, bevor du zum Kleber greifst.
Der Kleber kommt nicht auf die Blüte, sondern in kleinen Punkten auf die Karte. Nimm wenig davon: Zu viel schlägt durch das dünne Blütenblatt und hinterlässt einen dunklen Fleck, der beim Trocknen nicht mehr verschwindet. Für Stiele und feste Blätter reicht ein Klebestift, für zarte Blüten nimmst du Bastelkleber und trägst ihn mit einem Zahnstocher auf.
Wenn alles sitzt, leg ein sauberes Blatt Papier darüber und beschwer die Karte noch einmal für ein paar Stunden. So trocknet der Kleber flach und die Blüten heben sich später nicht an den Rändern ab.
Blüten schützen mit Transparentpapier
Eine offen aufgeklebte Blüte hält nicht lange, wenn die Karte in einer Tasche transportiert wird. Die einfachste Lösung ist Transparentpapier: Du legst ein Stück darüber und klebst es nur an den Rändern der Karte fest, nie auf dem Motiv. Die Blüten liegen dann geschützt darunter und scheinen gedämpft durch, was ihnen gut steht.
Eleganter wird es mit einer Fensterkarte. Du schneidest ein Fenster in die Vorderseite, klebst das Transparentpapier von innen dahinter und die Blüten wiederum dahinter auf die Innenseite. Von außen sieht man ein sauberes Fenster mit Blüten darin und keine einzige Klebekante.
Blumenmotive ohne echte Blüten
Wenn gerade nichts blüht oder es schnell gehen muss, gibt es zwei Wege, die auch ohne Zeichentalent funktionieren.
Mit einem Stempel: Setz ihn zuerst auf einem Probeblatt ab, um zu sehen, wie viel Farbe auf dem Kissen ist. Auf der Karte drückst du einmal gerade herunter und hebst gerade wieder ab, ohne zu wackeln. Ein Motiv drei- oder viermal wiederholt und leicht versetzt wirkt besser als ein einzelnes in der Mitte.
Mit einer Schablone: Schneide eine einfache Blütenform aus festem Papier aus, leg sie auf die Karte und tupf die Farbe mit einem Schwämmchen von außen nach innen auf. Tupfen statt streichen, sonst läuft Farbe unter die Schablone. Halte sie flach gedrückt und heb sie am Ende senkrecht ab.
Was du in die Blumenkarte schreibst
Eine Karte mit Blüten trägt schon viel, der Text darf deshalb kurz bleiben. Eine Zeile oben, zwei eigene Sätze darunter, fertig. Schreib mit einem Stift, der nicht durchdrückt, und leg beim Schreiben etwas unter die Innenseite.
Die passenden Zeilen stehen in den 30 schönsten Blumensprüchen. Für alle, die selbst gärtnern, passen die 30 lustigsten Gartensprüche besser, und wenn die Karte zu einem runden Geburtstag gehört, findest du in den lustigen Sprüchen für Frauen ab 50 und in denen für Männer ab 60 etwas zum Abschreiben.
Damit die Karte den Postweg übersteht
Eine Karte mit aufgeklebten Blüten ist dicker und empfindlicher als eine normale. Leg ein Stück Transparent- oder Seidenpapier zwischen Karte und Umschlag, dann scheuert nichts. Und nimm einen Umschlag, der wirklich passt: In einem zu großen rutscht die Karte hin und her.
Wenn die Blüten besonders aufwendig liegen, bring die Karte lieber selbst vorbei oder leg sie dem Geschenk bei. Am unempfindlichsten ist die Fensterkarte, bei der die Blüten zwischen zwei Lagen Papier eingeschlossen sind.
Häufige Fragen
Wie lange müssen Blumen für eine Karte gepresst werden?
Dünne Blätter und flache Blüten sind nach wenigen Tagen fertig, dickere brauchen ein bis zwei Wochen. Die Blüte ist so weit, wenn sie beim Anfassen raschelt und sich nicht mehr kühl anfühlt. Solange sie biegsam ist, bleibt sie beschwert liegen.
Welcher Kleber hält Trockenblumen auf Papier?
Für feste Stiele und Blätter reicht ein Klebestift. Zarte Blüten klebst du mit Bastelkleber, den du punktweise mit einem Zahnstocher auf die Karte aufträgst, nicht auf die Blüte. Zu viel Kleber schlägt durch das Blütenblatt durch und hinterlässt einen Fleck.
Wie schütze ich die Blüten auf der Karte?
Mit Transparentpapier, das du nur an den Rändern der Karte festklebst, oder mit einer Fensterkarte, bei der die Blüten hinter dem Transparentpapier liegen. Beides verhindert, dass sich die Blüten an den Kanten anheben oder abbrechen.
